Am gestrigen Tag fand die erste Einwohnerversammlung in Dornburg-Camburg statt. Ohne zu zählen würde ich ca. 70-80 Gäste schätzen.
Laut Ankündigung sollte es unter anderem um ein Parkraumnutzungskonzept gehen. Dieses sollte wohl seit 2022 durch die IKS Mobilitätsplanung erstellt werden. Die Vorstellung war jedoch nicht möglich, da das Konzept wohl noch nicht fertig gestellt ist. Dieser Umstand war wohl zum Zeitpunkt der Einladung noch nicht bekannt, es muss ja eine sehr tüchtige Firma sein, die man da beauftragt hat. Vielleicht wurde das Thema bzw. der Inhalt des Konzepts jedoch nach hinten geschoben? Immerhin stehen ja die Stadtratswahlen an.
Der nächste Punkt waren die umfangreichen Sperrungen die ab August auf der B88 zwischen Dornburg und Porstendorf geplant sind. Die Notwendigkeit der Sperrung wurde von Stephan Saalfeld vom Thüringer Landesamt für Bau und Verkehr (TLBV) erläutert. Die erste Vollsperrung ist von August bis Oktober zwischen Porstendorf und dem Abzweig Neuengönna geplant, die zweite Vollsperrung dann ab März 2025.
Der letzte Punkt handelte vom Hochwasserschutz und den Bemühungen des Umweltamtes des Saale-Holzland-Kreises und des Gewässerunterhaltungsverbandes, besonders den Abfluss von Niederschlagswasser zu gewährleisten. Gerade in Dornburg scheint es dort seit einiger Zeit Probleme bei der Lösung von Problemen zu geben.
Interessante Gedankenspiele gab es bei den Bürgerfragen unter anderem zum demographischen Wandel. Die Kindertagesstätte Sonnenschein sei laut Frau Storch aktuell zu 75% ausgelastet. Bereits bei der Planung wurden über Szenarien nachgedacht, wie die Auslastung auch bei schwachen Geburtenjahrgängen gewährleistet werden kann. Durch den zweiflügeligen Bau sei auch zum Beispiel eine gleichzeitige Nutzung als Tagespflege möglich. Davon sei man aber noch weit entfernt. Weiterhin wird es in den nächsten Jahren eine Erweiterung der AWO Seniorenresidenz geben.
Beim Thema Zukunft des Brauereiplatzes ist langfristig aus finanziellen Gründen nicht mit einer Planung zu rechnen. Ebenso sieht es in den nächsten Jahren für die Sanierung von Straßen in Dornburg-Camburg aus. Selbst wenn Gelder in Höhe von ca. € 800.000,-beantragt werden würden, könnte laut Frau Storch der Eigenanteil von 10% (€ 80.000,-) nicht aus der Stadtkasse gestemmt werden.