Pilotprojekt – Mitteldeutsches Saaletal
Dornburg-Camburg, 01. April 2026 – Die Ereignisse nach der gestrigen Stadtratssitzung überschlagen sich. Wie nun bekannt wurde, gibt es für ein schon länger geplantes Pilotprojekt zur Eingliederung von Abtlöbnitz (Sachsen-Anhalt) eine unerwartete politische Mehrheit.
AfD signalisiert Zustimmung trotz CDU-Vorteil
In einer heute Morgen verbreiteten Eilmeldung erklärte der Vorsitzende der AfD-Stadtratsfraktion, dass man dem Projekt „nicht im Wege stehen werde“. Kerntke betonte:
„Auch wenn von dieser Grenzverschiebung vorerst primär die CDU-Fraktionsspitze profitiert, steht für uns das Wohl der Region und die Identität unserer Heimat an erster Stelle. Die Details zum Staatsvertrag werden seit dem 30.02.2026 finalisiert. Besonders erfreulich ist, dass wir damit eine völlig neue Form der Remigration ermöglichen: Man kann nun ganz legal nach Abtlöbnitz remigrieren, ohne sein Mandat in Thüringen ablegen zu müssen. Wenn ein Stadtrat in Abtlöbnitz schläft, dann gehört Abtlöbnitz eben zu Thüringen. Wir beenden das bürokratische Grenz-Chaos!“
Die Eckpunkte zum Pilotprojekt – Mitteldeutsches Saaletal
- Der Mitteldeutsche Staatsvertrag: Die Fraktionsführungen der AfD in den Landtagen von Erfurt und Magdeburg haben sich bereits mit den noch amtierenden CDU-Ministerpräsidenten beider Länder verständigt. Für den notwendigen Staatsvertrag zur Gebietsbereinigung liegen die erforderlichen parlamentarischen Mehrheiten bereits vor, da man parteiübergreifend gewillt ist, das „Residenz-Dilemma“ der kommunalen CDU-Spitze final zu lösen.
- Wegfall der Residenzpflicht-Prüfung: Durch die Einbeziehung der betroffenen Grundstücke in das Stadtgebiet von Dornburg-Camburg erübrigen sich alle bisherigen und künftigen Prüfverfahren der Kommunalaufsicht zur Wählbarkeit.
- Wahlrechtliche Übergangsregelung: Trotz der für den 31.06.2026 geplanten Fusion bleibt das Wahlrecht der Abtlöbnitzer Bürger vorerst unberührt. Sie dürfen im Herbst 2026 letztmalig ihr Kreuz bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt machen, bevor sie ab 2029 vollständig in das Thüringer Wahlsystem integriert werden.
- Einwohnerbefragung: Analog zu Wichmar sollen auch die Bürger von Abtlöbnitz befragt werden. Als Anreiz wird eine kostenlose „Pendler-Card“ für die Strecke über die (ehemalige) Landesgrenze diskutiert. Weiterhin soll am Ortseingangsschild von Dornburg-Camburg der Zusatz „Tor zum Burgenland“ offiziell ergänzt werden.
